Tag-Archiv | Apfel

Apfel-Chips

So zu guter letzt, wie versprochen, zeige ich euch noch meine leckeren Apfel-Chips.
Die Äpfel die ich benutzt habe stammen wieder aus unserem Garten und sind leicht säuerlich.
Ich habe insgesamt 3 Bleche Apfel-Chips produziert und dafür habe ich nur 2 schöne Äpfel aus dem Garten benötigt. Das ist ja so gut wie nichts 😉 (Ich habe immer noch viele Äpfel auf dem Baum, mal sehen vielleicht fällt mir noch mehr ein.)

Achso außer den Äpfeln benötigt ihr noch je nach Bedarf Zimt, Zitronensäure, Chili-Pulver oder Paprika-Pulver. Also Zitronensaft empfehle ich euch nur, wenn ihr sehr süße Äpfel habt. Zimt wenn ihr es weihnachtlich haben wollt. Und für diejenigen, die es etwas pikanter mögen, empfehle ich eine Mischung aus Chili- und Paprika-Pulver.

20140921_093306So aber nun Schritt für Schritt. Am besten würde sich für den Ofen ein Rost eignen, da ich aber nur 1 Rost besitze habe ich zustätzlich noch 2 Bleche mit Packpapier ausgelegt.
Nun nehmt ihr euch einen Apfel-Entkerner (so ein Teil was man in die Mitte des ganzen Apfels sticht und damit die Kerne rauszieht) und entkernt eure Äpfel damit.

Wenn die Äpfel entkernt sind müsst ihr sie in dünne Scheiben bekommen, da ich leider keine sehr feine Hobel zur Hand hatte, bzw. zu dem Moment mein Kopf irgendwie einen Aussetzer hatte (aber dazu später mehr) habe ich die Äpfel mit einem Messer so fein wie möglich geschnitten.

Diese dünnen Scheiben verteilt ihr dann schön auf den Blechen, aber bitte nicht überlappend legen, denn dann funktioniert das ganze nicht. Es sollte so aussehen wie auf dem Bild links.

20140921_093249Wenn ihr dann die Äpfel verarbeitet habt, streut ihr euren Wunsch-Geschmack darüber. Ich habe 2 Bleche mit Zimt bestreut und 1 Blech mit dem Chili-Paprika-Pulvergemisch.

So hier noch ein Bild vom 2. Blech.

So das war nun auch schon die meiste Arbeit… Nun kommt das lange warten dran.
Ihr schiebt die Bleche in den Ofen. Es sollte, wenn möglich, ein Umluft-Backofen sein, denn bei einem mit Ober- und Unterhitze soll es angeblich länger dauern. Ihr schaltet also auf Umluft und ca. 80 °C und schiebt alle Bleche in den Ofen. Dann lasst ihr das ganze 1 Stunde im Ofen. Nach der Stunde öffnet ihr die Backofentür mit Hilfe eines Kochlöffels für ca. 15 Minuten einen Spalt weit, lasst ihn aber weiter an. Das Öffnen ist dafür da, damit die Luftfeuchtigkeit entweicht. Nach der viertel Stunde schließt ihr den Ofen wieder und schaltet den Ofen auf 100 °C und lasst das ganze eine weitere Stunde im Ofen trocknen.

Wenn diese Stunde auch endlich vorbei ist, öffnet ihr den Ofen ganz und lasst das ganze auf den Blechen im offenen Ofen auskühlen (offen damit die weitere Luftfeuchtigkeit entweichen kann).

20140921_12533720140921_125342Wenn die Apfel-Chips ausgekühlt sind, können sie entweder in Keksdosen oder in Tupper-Dosen aufbewahrt werden. Sie sollen sich so angeblich ein halbes Jahr halten können. Sollten sie wieder erwarten doch mal etwas weicher werden, soll der super Tipp sein, diese Chips in einem Gefrierbeutel für 4-5 Stunden in den Kühlschrank packen, danach sollen sie wieder knusprig sein.

Unsere 3 Bleche haben leider gar nicht solange gereicht und sind schon alle leer… Aber sie waren lecker 🙂

Alles war sehr knusprig. Die mit Zimt sind meine Lieblinge. Mein Freund hat die pikante Sorte bevorzugt. Die 3 Bleche waren innerhalb von 2 Tagen von uns verputzt. Ich denke meine nächste Anschaffung wird ein Dörrautomat, denn im Ofen sind das zu hohe Kosten auf Dauer.

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Bratapfelmarmelade

Wie gestern versprochen, alles nach und nach…
Heute bekommt ihr das Rezept für die Bratapfelmarmelade.

Was braucht ihr:
800 g geschälte und entkernte Äpfel
200 g Marzipan
50 g Rosinen
30 g gehackte Mandeln
3 EL Zitronensaft
500 g Gelierzucker 2:1
9 Marmeladengläser (meine waren 9 x 230 ml)

Zubereitung:
Was für eine Sorte Äpfel ich genommen habe, kann ich euch leider nicht sagen, denn die Äpfel sind aus unserem Garten. Es sind säuerliche, feste Äpfel. Die geschälten und entkernten Äpfel schneidet ihr in kleine Würfel und gebt sie zusammen mit 3 EL Zitronensaft und 100 ml Wasser in einen großen Topf. Das ganze lasst ihr etwas köcheln damit die Äpfel weich werden.
Jetzt müsst ihr zu erst eine Entscheidung treffen:
a) Wollt ihr später die Rosinen und Mandeln im ganzen in der Marmelade haben oder
b) klein gehäckselt/püriert?

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Denn wenn ihr die Rosinen und Mandeln ganz haben wollt, müsst ihr sie später hinzugeben als ich. Ich möchte eine überwiegend cremige Marmelade haben mit nur wenigen Stücken. Ich habe das Marzipan etwas zerkleinert und mit den Rosinen und Mandeln nach ca. 15 Minuten zu den Äpfeln gegeben.

Nach weiteren 10 Minuten habe ich meinen „Zauberstab“ genommen und alles püriert, ich habe allerdings darauf geachtet dass noch ein paar Stücke bleiben, das kann ja jeder nach Belieben machen, wie er/sie es möchte.  Solltet ihr euch für Stücke entschieden haben, püriert ihr nur die Äpfel und gebt danach die Rosinen, Marzipan und Mandeln hinzu.

 

So wenn ihr dann die Masse so habt, wie ihr das gerne esst, dann gebt ihr den Gelierzucker hinzu und kocht dann die Marmelade nach Packungsanweisung. Bei mir war das sprudelnd 4 Minuten kochen, ggf. wenn es nach einer Gelierprobe noch nicht fest genug ist weitere 1-2 Minuten kochen. Bei mir haben 5 Minuten gereicht.

In der Zwischenzeit wo das ganze vor sich hinkocht, bereitet ihr die Marmeladengläser vor. Das heißt ihr spült Gläser und Deckel heiß aus, damit keine Keime und kein Schmutz mit ins Glas gerät. Sobald die 4-6 Minuten rum sind und die Gelierprobe geklappt hat (Gelierprobe = Klecks der Marmelade auf einen kalten Teller, nach kurzer Zeit sollte der Klecks fest sein) füllt ihr die Marmelade heiß in die Gläser, schraubt den Deckel drauf und stellt das Glas auf den Kopf damit sich Vakuum ziehen kann.

20140921_09073620140921_090756Wenn alles ausgekühlt ist dann könnt ihr Etiketten beschriften / drucken, wie auch immer ihr das mögt und auf die Gläser kleben. Die Marmelade sollte sich mindestens 1 Jahr halten (wie alle anderen von mir eingekochten Marmeladen auch). Geschmacklich sehr lecker und passt zur Weihnachtszeit super am Nachmittag auf ein Stück Brötchen/ Toast/ Brioche oder ähnlichem zu einer Tasse Tee oder Kaffee. Lecker aber auch als kleine Nachspeise mit etwas Vanillesoße. Die Variante mit der Vanillesoße habe ich gestern Abend genossen, da ich noch ein paar Reste hatte, die nicht mehr ins Marmeladenglas gepasst haben.

Ach so, fast hätte ich es vergessen… Ich habe bevor ich die Marmelade in die Gläser gefüllt habe, in jedes Glas 5 Rosinen auf den Boden gegeben so als kleine extra Zugabe 😉

Viel Spaß beim Nachkochen & lasst es euch schmecken 🙂

Pläne für das Wochenende

Da unser Apfelbaum voll hängt und ich leider noch nicht dazu kam die Blumenzwiebeln zu pflanzen, wird das kommende Wochenende ziemlich voll geplant.
Vielleicht schaffe ich es, die ein oder andere Sache vorab zu erledigen, aber neben der Arbeit ist das immer ziemlich schwierig.

Folgende Pläne möchte ich für die Äpfel umsetzen:
– Bratapfelmarmelade
– Bratapfellikör
– Apfel-Chips

Für den Likör werde ich schöne makellose Äpfel mit Rosinen, Mandeln & Marzipan füllen. Und wie Bratäpfel bloß mit der Hälfte der Garzeit backen und danach dann mit Rum übergießen.

Für die Marmelade ähnliche Zutaten in einen Topf köcheln lassen (evtl. etwas pürieren mal gucken wonach mir ist) und mit Gelierzucker zu Marmelade verarbeiten.

Für die Apfel-Chips werde ich die bloßen Äpfel im Backofen trocknen.

Wenn der Likör in 2-3 Monaten gut durchgezogen ist, werde ich wohl aus dem beschwippsten Inhalt eventuell nochmal Marmelade kochen. Dies kommt aber darauf an, ob das Obst dann noch ansehnlich ist. Ich habe nämlich bei manchen gelesen, dass die Äpfel grau werden. Also wird das zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.

All die Rezepte werde ich am Wochenende zum ersten Mal austesten und auch erst dann werde ich hier genaue Mengen und Rezepte schreiben.

Ich wollte euch nur schon mal einen kleinen Vorgeschmack geben 😉
Und zu guter Letzt noch ein Foto meiner Sonnenblumen, mittlerweile trauen sich so gut wie alle Blüten…

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